Terry Jones: Evil Machines
Und wo wir schon mal bei Büchern sind ...
Terry Jones (neuerdings auch auf Twitter zu finden: @pythonjones) hat beschlossen, sein neues Buch "Evil Machines" nicht bei einem altmodischen Verlag herauszubringen, sondern die Veröffentlichung selbst in die Hand zu nehmen. Über die (relativ neue) Plattform unbound.co.uk suchte er nach Unterstützern und hat sie (natürlich) auch gefunden.
Die Idee ist, dass die Leser das Buch vorfinanzieren und dafür eine Gegenleistung (die sich nach der Höhe der Unterstützung richtet) bekommen. Im Grunde genommen hat unbound dieselbe Geschäftsidee wie Kickstarter, über das Christopher Salmon sein Projekt "The Price" finanziert hat (ihr erinnert euch ...). Der Unterschied besteht darin, dass unbound in Großbritannien beheimatet ist und ausschließlich Bücher finanziert. Außerdem haben sie wohl großes Vertrauen, dass alle ihre Projekte erfolgreich sein werden, denn im Gegensatz zu Kickstarter, bei dem das Geld der Unterstützer erst abgebucht wird, wenn das Projekt erfolgreich finanziert wurde, bucht unbound das Geld sofort ab, also sobald man ein Buch explizit unterstützt.
Ich habe mich als Unterstützer registriert und erwarte nun gespannt, dass Mister Jones zum Ende kommt, damit ich meinen Namen in seinem Buch lesen darf ...
Ich habe mich gefragt, warum er überhaupt über diese Selbstverleger-Schiene gehen musste, denn mit seinem Namen bekommt er doch sicher auch einen Deal bei einem traditionellen Verlag, aber wahrscheinlich war die Website einfach auf der Suche nach einem "high-profile name", mit dem sie ihr Geschäft auf den Weg bringen könnte, damit dieser bekannte Name dann auch die etwas unbekannteren Autoren mitziehen würde. Diese Rechnung ist nicht ganz aufgegangen. Die anderen Bücher auf der Seite sind weit davon entfernt, genug Unterstützer zu haben.
Wer mal gucken möchte: unbound-Projekte, die noch ein wenig mehr Unterstützung brauchen
Mal abgesehen von diesem Buch hat Jones noch diverse andere Projekte in der Pipeline.
Für mich am interessantesten ist davon natürlich, dass er die Drehbücher für eine britische Miniserie schreibt, die auf "Good Omens" von Terry Pratchett und Neil Gaiman basiert.
Damit ist der Film von Terry Gilliam wohl endgültig vom Tisch, worüber ich eigentlich ganz froh bin, denn ich fand seine Casting-Favoriten -- Johnny Depp als Crowley und Robin Williams als Aziraphale -- immer schon ganz furchtbar daneben. Wie ich einmal auf Twitter schrieb: Vor meinem inneren Auge sah Crowley immer aus wie eine Kreuzung aus Corey Hart in den 80ern (anybody remember him? Sunglasses at Night?) und Neil Gaiman. Und Aziraphale sah aus wie ein typischer englischer Gentleman, ein bisschen wie William Hurt, nur ein bisschen schmaler und etwas distinguierter und ein wenig britischer ... Ich habe vermutlich einen Schauspieler im Kopf, dessen Erscheinung meine Vorstellung von Aziraphale bestimmte, aber ich weiß ums Verrecken nicht mehr, wer das war.
Auch wenn Anathema Device und Newton Pulsifer für die Geschichte wichtiger sind, ist mir deren Casting relativ egal. Mir hingegen sind die vier apokalyptischen Reiter noch ganz wichtig. Vor allem das Vollweib "Krieg" mit ihrem flammend roten Haar muss bitte jemand spielen, der der Beschreibung im Buch relativ nah kommt! Ironischerweise fand ich, dass die ehemalige News-of-the-World-Chefredakteurin Rebekah Brooks relativ gut passen würde! ;o)

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